|
Nicht Silber, sondern Gold ist die Währung des
mittelalterlichen Warcraft. Und es kommt noch Holz dazu ! Wie schon der weise
Sunzi erkannt hat, sind die Ressourcen die Grundvoraussetzung für jeden
erfolgreichen Feldzug.
Die Peons sind das Rückgrat jeder Horde, die
ausgeschickt wird, den Gegner das Fürchten zu lehren. Hege sie und schütze Sie
gut, denn die Ausbildung und Expansion verschlingt Mengen an Gold und Holz.
Nachwuchs
"Höre nie auf, Peons zu produzieren!"
Immer wieder liest oder hört man diesen Satz, wenn man als Neuling mit den
erfahrenen Veteranen zusammen spielt. Und so ist es auch. Man kann nie genug
davon haben, insbesondere, wenn man expandiert und weiter entfernte Standorte
erschließt. Gerade als Orc-Spieler sollte man daran denken, dass mehr Holz als
bei den Humans benötigt wird und frühzeitig viele Holzpeons zur Arbeit
schicken. Als ein absolutes Minimum werden schon 20 Peons angesehen, die
je zur Hälfte im Gold und im Holz schuften. Zu Beginn des Aufbaus einer Stadt
solltest Du zuerst mehr auf Goldpeons gehen, und den rechtzeitigen "Sprung
ins Holz" nicht verpassen. Allerdings gibt es eine natürliche
Grenze, welche maximale Anzahl an Peons für den Goldabbau sinnvoll ist. Ich
habe schon mehrmals bei einer so dicht wie möglich an eine Mine gebaute Great
Hall das "Stau"-Problem gehabt. Entstanden bei mehr als ca. 15 Peons,
die so dicht aufeinander folgten, dass sich die beladenen Peons mit den
unbeladenen gegenseitig im Weg standen. Hier hilft nur, ca. 5 von ihnen ins Holz
zu jagen. Jeweils abhängig von der Bau-Situation vor Ort.

Versetzung
Im Normalfall ist die Versetzung eines Peons auf
eine andere Arbeitsstelle kein Problem. Im Internet-Game ist allerdings in der
Regel ein Lag vorhanden, der bei geringer Entfernung des Haupthauses zur Mine
ein Herauslösen der Peons und Wechsel auf Holzfäller nicht ermöglicht.
Umgekehrt ist das natürlich kein Problem ! Hier bleibt also eine gewisse
Flexibilität bei Gold-Knappheit erhalten. Für Freunde einer frühen
2-Hall-Strategie ist eine weitere Variante des Wechsels möglich: Die in der
frühen Expansion produzierten Peons fällen Holz, während die Peons des
Hauptstandortes Gold holen. Im Augenblick des Endes der ersten Mine vollzieht
man den Wechsel in der Tätigkeit. Wichtig: Flexibel bleiben !
Erkundung
Peons eignen sich besonders für die Erkundung zu
Beginn eines Spiels. Soll der Standort des Gegners früh aufgeklärt werden,
oder die Lage der Goldminen, diese Einheit ist um 200 Goldstücke billiger, als
ein gekillter Grunt !
Marsch
Sehr risikoreich, aber nicht immer zu vermeiden
sind die Märsche der Peons zur nächsten Expansion. Immer an Geleitschutz
denken und vorher die Wegstrecke aufklären. Besser ist der rechtzeitige Aufbau
eines Expansionsstandortes (gesichert mit Wachtürmen) vor Ende der 1. Mine.
Meine oft verwendete "Schwelle" für Expansionsaktivitäten ist ein
Restbestand von 20.000 in der ursprünglichen Mine. Hier gibt es aber diverse
andere Möglichkeiten, abhängig von Pud, vereinbarter Team-Strategie und
Situation im Spiel. Ist der Aufbau des zweiten Standortes soweit geglückt, kann
man sich diesen Anmarsch der Arbeitskräfte hoffentlich ersparen.
Schutz und Angriff
Peons und Arbeiter sind die wichtigsten
Angriffsziele im Spiel. Entsprechend sollten sie geschützt werden, während
sich Deine eigenen Angriffe gegen die Peons Deines Gegners richten. Wenn Du im
Team-Spiel gerusht wirst, versuche frühzeitig einen Peon zu Deinem Verbündeten
zu retten.
Denke neben den Goldpeons auch an die Holzfäller ! Sie haben
die Angewohnheit, vor Angriffen zu fliehen und nehmen dann die Arbeit nicht
selbsttätig wieder auf. Das Töten vieler Holzfäller oder auch nur das
kurzzeitige Angreifen ohne sie zu töten, kann den Holznachschub des Gegners
empfindlich stören. Achte selbst auf Deine Holzfäller und schütze auch sie
vor Angriffen.
Wertvoll
sind die Peons besonders, wenn man die Strategie des Offensiv-Towerns (OT)
verfolgt. Gut geschützt durch andere Einheiten machen sie dem Gegner das Leben
schwer. Achte auf feindliche Peons in der Nähe Deiner Basis !

Autor: Eriador, Juni 1999 |